Linoleum Boden
Dieser elastische und sehr strapazierfähige Bodenbelag wurde von dem
englischen Chemiker Frederic Walton vor etwa 140 Jahren entwickelt und
wird nach wie vor, seit über hundert Jahren, aus den nachwachsenden Roh-
stoffen wie Leinöl, Holzmehl, einem Harz-Linoxyn-Gemisch, Jute und Kalk-
steinmehl hergestellt. Linoleum eigenet sich sehr gut um schwerere Dinge wie Kommoden
oder Schränke darauf abzustellen.
Die Beigaben sind bis heute die gleichen geblieben, jedoch haben moderne
Fertigungsverfahren es möglich gemacht, diese äußerst langlebigen Boden-
beläge mit beispielsweise wunderschönem marmorähnlichem Aussehen zu
fabrizieren. Dabei ist es gelungen, die spezielle Eigenart eines Naturstein-
musters mit der warmen Ausstrahlung eines Holzwerkstoffs zu kombinieren.
Linoleum wird natürlich auch in allerlei anderen sehr kreativen und vielfarbig
interessanten Versionen angeboten, falls erwünscht.
Bis Mitte der fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war das Linoleum ein
noch günstiger und weit verbreiteter Baustoff, der jedoch alsbald von textilen
Bodenbelägen und dem praktischen und pflegeleichten PVC abgelöst wurde.
Mit dem Aufkommen des ökologischen Bewusstseins in den 1970er und den
1980er Jahren kam aber das Linoleum wieder und gewann speziell in öffent-
lichen Gebäuden wie in Schul- und Krankenhäusern, aber auch im Büro- und
Wohnungsbau an neuer Bedeutung, da Linoleum auch für Allergiker kein Pro-
blem darstellt und sogar kompostierbar ist.
Gereinigt wird Linoleum am besten mit Besen, Staubsauger und einem nebel-
feuchten Lappen, denn zu nass darf der Linoleumboden nicht werden. Auf al-
kalische Reiniger (Bodenseife) sollte man lieber ganz verzichten, da diese
dem Boden, aufgrund von Reaktion mit dem Bindemittel, einen modrigen Ge-
ruch entlocken.
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